Hinter den Kulissen

Der Brief, den ich nie abgeschickt habe

Viktor Hildebrandt · 9. Oktober 2026 · 1 Min. Lesezeit

Wie so oft im Leben entpuppt sich der erste Gedanke nicht selten als der falsche. Zu der Zeit stand ich unter starkem Druck, und an einem Morgen wurde ich unerwartet massiven Anschuldigungen ausgesetzt. Meine erste Reaktion: Ich muss mich mit einem Gegenangriff verteidigen.

Ich entschied mich für die schriftliche Form und verfasste einen Brief voller verletzender Worte. Glücklicherweise habe ich ihn nicht sofort abgeschickt. Stattdessen nahm ich mir einen Morgen nach dem anderen Zeit, um ihn noch einmal zu lesen.

Zehn Morgen

Im gleichen Zuge hat der Herr an mir gearbeitet. Nach ungefähr zehn Tagen blieb von dem ursprünglichen Brief nur noch das weiße Blatt Papier übrig.

„An dieser Stelle nahmen die Texte aus dem Buch ihren Anfang. Aus Worten der Zerstörung wurden Worte der Motivation.“

Zuerst waren es nur ein paar Zeilen, dann ein Kapitel. Die Entscheidung, daraus ein Buch zu machen, fiel in der Vorweihnachtszeit, als meine Frau nach persönlichen Geschenken suchte. Und was ist persönlicher, als eigene Worte und Gedanken weiterzugeben?

Am 1. Dezember 2024 ist „Komm mit auf eine Reise – Siehe das Bild hinter dem Sichtbaren“ erschienen.

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