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Alles über Viktor Hildebrandt und seine Bücher – zum Lesen, Zitieren und Weitergeben.

Porträt

Vom weißen Blatt zum eigenen Buch

Viktor Hildebrandt aus Stadtoldendorf ist Ehemann, Vater, Opa – und Autor, obwohl er das nie geplant hatte. „Da ich in all den Jahren wenig Bücher gelesen habe, kam ich nie auf den Gedanken, selbst eines zu schreiben“, sagt er. Heute sind von ihm Bücher für Erwachsene und eine Bilderbuchreihe für Kinder erschienen – auf Deutsch, Englisch und Ukrainisch.

Am Anfang stand ein Brief, der nie abgeschickt wurde. In einer Zeit großen Drucks sah sich Hildebrandt eines Morgens unerwartet schweren Vorwürfen ausgesetzt. Seine erste Reaktion: ein Gegenangriff, schriftlich, voller verletzender Worte. Statt den Brief abzuschicken, nahm er ihn sich Morgen für Morgen erneut vor – und spürte, wie Gott dabei an ihm arbeitete. Nach etwa zehn Tagen war vom Brief nur noch das weiße Blatt übrig. „Aus Worten der Zerstörung wurden Worte der Motivation“, erinnert er sich.

Aus diesem Neuanfang entstanden die Texte „Komm mit auf eine Reise“, die zunächst im Gemeindespiegel seiner Gemeinde erschienen. Den Anstoß zum Buch gab seine Frau, die nach einem persönlichen Weihnachtsgeschenk suchte: „Und was ist persönlicher, als eigene Worte und Gedanken weiterzureichen?“ Am 1. Dezember 2024 erschien Komm mit auf eine Reise – Siehe das Bild hinter dem Sichtbaren, ein Buch voller Beispiele aus dem Leben über die Beziehung zum Schöpfer und zum Nächsten. Im Januar 2025 folgte das Arbeitsbuch Tagesimpulse: Meine Zeit mit dem Schöpfer. 2026 kamen die englische und die ukrainische Ausgabe hinzu.

Im Herbst 2026 startete Hildebrandt als „Opa Viktor“ die Reihe Amy's Urlaubsgeschichten: zehn christliche Bilderbücher für Kinder von drei bis sieben Jahren, geschrieben für seine Enkeltochter Amy. In jedem Band erlebt die sechsjährige Amy bei Oma und Opa im Garten ein kleines Abenteuer, das mit einer biblischen Geschichte verbunden ist. Bis Ende November 2026 erscheint jeden Montag ein neuer Band.

Seine Bücher veröffentlicht Viktor Hildebrandt im Selbstverlag. Signierte Exemplare – auf Wunsch mit persönlicher Widmung – gibt es direkt bei ihm auf farbenderstille.de.

Die Bücher

Lieferbare Titel

Cover: Komm mit auf eine Reise
Komm mit auf eine ReiseSiehe das Bild hinter dem Sichtbaren · Dezember 2024 · gebunden, Taschenbuch, Kindle
Cover: Tagesimpulse – Meine Zeit mit dem Schöpfer
TagesimpulseMeine Zeit mit dem Schöpfer · Arbeitsbuch · Januar 2025
Cover: Come Along on a Journey
Come Along on a JourneyEnglische Ausgabe · Oktober 2026
Cover: Ходімо зі мною в подорож
Ходімо зі мною в подорожUkrainische Ausgabe · September 2026
Cover: Amy's Urlaubsgeschichten, Band 1 – Die verlorene Münze
Amy's Urlaubsgeschichten10 Bilderbücher · 3–7 Jahre · 21 × 21 cm, 28 Seiten · ab Oktober 2026 wöchentlich

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Interview

„Hast du eine Gabe, so setze sie ein“

Kurz nach dem Erscheinen seines ersten Buches sprach Anna für den Gemeindespiegel mit Viktor Hildebrandt – über einen Brief, der nie abgeschickt wurde, den Weg vom Text zum Buch und den Mut, Begabungen einzusetzen. (Januar 2025)

Viktor, wenn man bei Amazon deinen Namen eingibt, schlägt der Onlinehändler ein Buch vor: „Komm mit auf eine Reise“. Den Lesern des Gemeindespiegels dürfte der Titel bekannt vorkommen.

Danke dir für dein Interesse! Deine Fragen kamen für mich etwas unerwartet, denn ich bin noch nicht davon ausgegangen, dass jemand absichtlich im Netz nach mir sucht. Das sollte ich vielleicht auch einmal machen. :-)

1.Wie kam es zu diesen Texten?

Wie so oft im Leben entpuppt sich der erste Gedanke nicht selten als der falsche. Aber um Gewissheit zu erlangen, braucht es Zeit, und der ursprüngliche Impuls muss gründlich im Lichte Gottes geprüft werden.

Damals stand ich unter starkem Druck, und an einem Morgen wurde ich unerwartet massiven Anschuldigungen ausgesetzt. Meine erste Reaktion war: Ich muss mich mit einem Gegenangriff verteidigen. Ich entschied mich für die schriftliche Form der Konfrontation und verfasste einen Brief voller verletzender Worte. Glücklicherweise habe ich ihn nicht sofort abgeschickt, sondern mir Morgen für Morgen Zeit genommen, ihn Korrektur zu lesen. Im gleichen Zuge hat mein Herr an mir gearbeitet, und nach etwa zehn Tagen blieb von dem ursprünglichen Brief nur noch das weiße Blatt Papier übrig.

An dieser Stelle nahmen die Texte aus dem Buch ihren Anfang. Aus Worten der Zerstörung wurden Worte der Motivation.

2.Wie kamst du auf die Idee, daraus ein Buch zu machen?

Da ich in all den Jahren wenig Bücher gelesen habe, kam ich nie auf den Gedanken, selbst eines zu schreiben. Zu Beginn waren es nur einige Zeilen, die sich zu einem Kapitel formten – obwohl ich es schon damals als mein Buch bezeichnet habe.

Die endgültige Entscheidung zur Veröffentlichung fiel in der Vorweihnachtszeit, als meine Frau auf der Suche nach persönlichen Geschenken war. Und was ist persönlicher, als eigene Worte und Gedanken weiterzureichen? So habe ich beschlossen, diesen ungewohnten Weg zu gehen und die Worte in Form eines Buches erwachen zu lassen.

3.Welche Ziele erhoffst du dir von dem Buch?

Im Grunde haben die in Worte gefassten Gedanken ihr wichtigstes Ziel erreicht, lange bevor sie zu einem Buch wurden. In der Zeit des Schreibens führte der Herr uns als Familie durch eine besonders fordernde Schule, und das war der Grund, dass ich mich intensiv mit den Zusagen Gottes beschäftigen durfte. Ich denke, das lässt sich im letzten Abschnitt des Buches deutlich erkennen.

Außerdem hatte ich beim Schreiben die Menschen im Blick, die sich in einer ähnlichen Lage befinden und einen Hoffnungsstrahl brauchen. Ich finde, „Komm mit auf eine Reise“ eignet sich sehr gut zum Weitergeben an Menschen am Rande oder sogar außerhalb des christlichen Umfelds, weil es voller Beispiele aus dem Leben steckt. Der Gedanke der Beziehungspflege zum Schöpfer und zum Nächsten steht dabei stets im Mittelpunkt.

4.Ist das dein erstes Buch? Würdest du noch weitere schreiben?

Wie gesagt, war das für mich ein komplett neuer Weg, dessen Ergebnis ich so nicht kommen sah. Der Herr gibt die Begabungen, doch manchmal liegen sie außerhalb unserer Komfortzone, sodass wir sie erst erkennen, wenn wir uns im Vertrauen auf den Weg machen.

Ja, „Komm mit auf eine Reise – Siehe das Bild hinter dem Sichtbaren“, erschienen am 1. Dezember 2024, ist mein erstes Buch. Der zweite Teil ist das Arbeitsbuch für die persönliche Begegnung mit dem Schöpfer, „Meine Zeit mit dem Schöpfer“, das Ende Januar 2025 erschienen ist. Während das erste Buch eher Einblicke in mein Leben und meine Beziehung zum Herrn gibt, enthält das Arbeitsbuch Tagesimpulse, Motivation und Anleitung zur intensiven, persönlichen Begegnung mit dem Schöpfer – vergleichbar mit „Für jeden Tag“.

Zu deiner zweiten Frage: Wenn der Herr mir diese Begabung noch eine Weile lässt, dann könnte noch einiges folgen. Ideen für einige Projekte habe ich schon – mal schauen, was der Herr dazu sagt.

5.Wie war der Weg vom Text zum Buch für dich?

Der spannendste Teil war für mich weniger die Veröffentlichung als vielmehr das Schreiben selbst. Dabei hatte ich die Gelegenheit, vieles für mich persönlich zu reflektieren. Es wäre keine Übertreibung zu sagen, dass dieses Werk für mich möglicherweise einen weitaus größeren Wert hat als für die Leser.

Im letzten Jahr vor der Veröffentlichung entstand mehr als die Hälfte der Texte. Gleichzeitig suchte ich nach einer geeigneten Möglichkeit, das Buch zu veröffentlichen, und stieß dabei auf Hürden wie lange Wartezeiten, Genehmigungsverfahren und Mindestabnahmemengen. Letztendlich entschied ich mich für Amazon KDP. Es ist schon ein besonderes Gefühl, das Ergebnis der langen Vorbereitung endlich in der Hand zu halten.

6.Was würdest du jemandem raten, der überlegt, selbst ein Buch zu schreiben?

Einer meiner früheren Vorgesetzten sagte einmal zu mir:

„Viktor – machen, nicht überlegen – sondern machen.“

Dieser Satz hat mich geprägt. Ich bin überzeugt, dass alles, was mich bewegt, zuerst im Gespräch mit dem Herrn geklärt werden sollte. Wenn ich es mit Ihm besprochen habe und Er mir eine Möglichkeit eröffnet, bleibt mir letztlich nichts anderes übrig, als Mut zu fassen und es zu wagen. Allein das Wollen bringt noch kein Vollbringen hervor.

Wer den Schwerpunkt seiner Arbeit auf die Wirtschaftlichkeit legt, den muss ich leider enttäuschen: Der finanzielle Vorteil wird lange auf sich warten lassen.

Zusammengefasst: Wie war es im Gleichnis von den anvertrauten Talenten? Wer fünf Talente bekommen hatte, setzte alle fünf ein, und wer zwei bekommen hatte, setzte beide ein. Das vergrabene Talent aber nahm der Herr weg und gab es dem, der seine Talente genutzt hatte. Daraus entnehme ich für mich: Hast du eine Gabe, so setze sie ein. Ob daraus ein Buch wird oder nur ein aufbauender Brief an jemanden, der ihn braucht, ist nebensächlich.

Hast du eine Stimme, so singe – egal wo, wann, was und mit wem –, solange es im Sinne des Herrn ist. Hast du einen Mund, so rede im Sinne des Herrn, ganz gleich, wann, wo und mit wem Er dich in Verbindung bringt. Und beherrschst du die Kunst der Worte, so nutze auch sie überall und immer im Sinne des Schöpfers.

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